Im Monat September 2009 konnte durch den Verkauf von 386 Fotos ein Umsatz von 295,32 Euro erzielt werden. Auf den ersten Blick ein erfreuliches Ergebnis, da über die Agenturen gut 150 Fotos mehr verkauft wurden als im Vormonat. Auch der Umsatz ist durch diesen Anstieg leicht positiv beeinflusst worden.

Agenturname Umsatz Verkäufe Portfolio RPI/Monat STR Market Share
1 Panthermedia 119,78 € 13 1192 0,10 € 17% 0,1397%
2 Fotolia 90,69 € 99 463 0,20 € 34% 0,0067%
3 Shutterstock 43,84 € 228 509 0,09 € 48% 0,0061%
4 Dreamstime 20,82 € 18 204 0,10 € 16% 0,0031%
5 123rf.com 10,54 € 6 277 0,04 € 4% 0,0062%
6 iStockphoto 3,70 € 3 82 0,05 € 16% 0,0015%
7 StockXpert 2,36 € 10 290 0,01 € 7% 0,0074%
8 BigStockPhoto 1,28 € 2 223 0,01 € 4% 0,0058%
9 Polylooks 1,28 € 3 248 0,01 € 2% ??
10 CanStockPhoto 1,03 € 4 231 0,00 € 3% 0,0135%

Wie im Vormonat führt Panthermedia die Liste – nach Umsatz sortiert – an. Jedoch ist im Gegensatz zu anderen Agenturen keine signifikante Entwicklung zu sehen, was unter anderem an wenig neuen Fotostrecken liegen kann. Besonders positiv haben sich die Verkäufe bei Shutterstock und Fotolia entwickelt. Bei Shutterstock hängt diese Steigerung u.a. mit der Erweiterung des Portfolios zusammen. Der Grund für den Anstieg von Verkäufen und Umsatz bei Fotolia ist auf den ersten Blick nicht ersichtlich. Hier lohnt sich sicher eine Betrachtung der Motive, die besonders häufig verkauft wurden.

Monat Umsatz Verkäufe
Sep 09 295,32 € 386
Aug 09 270,08 € 229
Jul 09 135,92 € 250
Jun 09 138,31 € 164
Mai 09 130,80 € 108
Apr 09 250,38 € 145
Mrz 09 100,67 € 70
Feb 09 293,29 € 79
Jan 09 87,06 € 80
Dez 08 203,35 € 55
Nov 08 142,43 € 77
Okt 08 250,65 € 74
Sep 08 171,14 € 70
Aug 08 212,74 € 68

Der Umsatz des Monats September trägt dazu bei, dass sich die Umsätze in der Gesamtbetrachtung auf einem höheren Niveau stabilisieren. Mit Blick auf die letzten drei Monate ergibt sich ein durchschnittlicher Umsatz von 233,77 Euro. Letztendlich tragen die stetig steigenden Verkäufe dazu bei, dass dieses Niveau gehalten werden kann. Wichtig ist dabei allerdings auch, ob die Steigerung der Verkäufe sich gleichmäßig zur Produktion und Bereitstellung neuer Fotos auf den Plattformen entwickelt.

Fotolia Shutterstock iStockphoto Panthermedia Shotshop Dreamstime
aktueller Monat 90,69 € 43,84 € 3,70 € 119,78 € — € 20,82 €
3-Monats-Trend 70,00 € 36,59 € 7,19 € 99,45 € — € 10,78 €
6-Monats-Trend 62,69 € 26,86 € 5,91 € 83,42 € — € 9,55 €
12-Monats-Trend 76,69 € 13,36 € 3,88 € 82,53 € 2,73 € 4,38 €

Zeitraum Fotolia Shutterstock iStockphoto Panthermedia Shotshop Dreamstime
Sep 08 77,09 € 2,08 € 3,42 € 88,55 €
Okt 08 73,39 € 1,28 € 4,28 € 171,70 €
Nov 08 83,71 € 1,28 € 2,88 € 39,56 € 15,00 €
Dez 08 122,17 € 0,48 € 0,56 € 80,14 €
Jan 09 75,45 € 2,87 € 2,80 € 5,94 €
Feb 09 88,78 € 0,51 € 2,65 € 201,35 €
Mrz 09 67,92 € 0,64 € 0,53 € 31,58 €
Apr 09 92,12 € 6,88 € 3,71 € 132,22 € 15,00 € 0,45 €
Mai 09 41,51 € 9,28 € 1,88 € 76,65 € 1,48 €
Juni 09 58,94 € 15,28 € 6,12 € 42,10 € 13,95 €
Juli 09 59,37 € 27,13 € 3,12 € 37,00 € 4,39 €
Aug 09 62,93 € 38,79 € 14,74 € 141,56 € 7,13 €
Sep 09 90,69 € 43,84 € 3,70 € 119,78 € — € 20,82 €

Die Entwicklung der Umsätze pro Agentur und Monat zeigt, dass vor allen Dingen Fotolia relativ konstante Werte aufweist. Panthermedia liegt zwar den zweiten Monat in Folge im zweistelligen Bereich, jedoch gibt es, wie schon im letzten Report geschrieben, immer wieder Ausrutscher nach unten, so dass kein eindeutiger Trend vorhergesagt werden kann. Bei Shutterstock scheint die Anzahl der Fotos momentan den Umsatz zu beeinflussen. Insgesamt wird es in den nächsten Monaten interessant sein, wie sehr zum einen durch Masse und zum anderen durch gezielte Wahl von Themen wie Weihnachten, Fußball, o.ä. die Verkäufe / Umsätze beeinflussbar sind. Und, in welchen Zeiträumen Veränderungen sein werden.


Im Monat August 2009 brachte der Verkauf von 229 Fotos einen Umsatz von 270,08. Damit lagen die Verkäufe zwar leicht unter denen des Vormonats, der Umsatz jedoch deutlich höher. Die folgende Aufschlüsselung, auf einzelne Agenturen bezogen, zeigt die Ursache hierfür:

Agenturname Umsatz Verkäufe Portfolio RPI/Monat STR Market Share
1 Panthermedia 141,56€ 11 1188 0,12€ 17% 0,1498%
2 Fotolia 62,93€ 51 445 0,14€ 31% 0,0061%
3 Shutterstock 38,79€ 129 339 0,11€ 53% 0,0039%
4 iStockphoto 14,74€ 13 66 0,22€ 17% 0,0012%
5 Dreamstime 7,13€ 13 191 0,04€ 13% 0,0023%
6 BigStockPhoto 2,24€ 3 214 0,01€ 3% 0,0048%
7 StockXpert 1,54€ 4 250 0,01€ 4% 0,0054%
8 123rf.com 1,15€ 5 255 0,00€ 2% 0,0050%
9 Polylooks — € 0 227 — € 0% ??
10 CanStockPhoto — € 0 201 — € 0% 0,0085%

Besonders die Verkäufe von Panthermedia können den Gesamtumsatz eines Monats stark beeinflussen. Mit 141,56€ ist sie trotz geringer Verkaufszahlen mit Abstand die umsatzstärkste Agentur im August gewesen. Aber auch Fotolia und Shutterstock liegen auf gutem Niveau. Trotz leicht rückläufiger Verkäufe ist der Umsatz hier gestiegen.

Monat Umsatz Verkäufe
Aug 09 270,08 € 229
Jul 09 135,92 € 250
Jun 09 138,31 € 164
Mai 09 130,80 € 108
Apr 09 250,38 € 145
Mrz 09 100,67 € 70
Feb 09 293,29 € 79
Jan 09 87,06 € 80
Dez 08 203,35 € 55
Nov 08 142,43 € 77
Okt 08 250,65 € 74
Sep 08 171,14 € 70
Aug 08 212,74 € 68

Durch die Umsätze des Monats August geht der 3-Monatstrend nach oben. Es ergibt sich ein durchschnittlicher Umsatz von 181,44€, was 50€ über dem Wert des Juli-Reports liegt. Innerhalb des 6- und 12-Monatstrends relativiert sich diese Steigerung natürlich wieder. Es bleibt daher abzuwarten, auf welchem Niveau sich die Werte letztendlich einpendeln werden.

Fotolia Shutterstock iStockphoto Panthermedia Shotshop Dreamstime
aktueller Monat 62,93 € 38,79 € 14,74 € 141,56 € 7,13 €
3-Monats-Trend 60,41 € 27,07 € 7,99 € 73,55 € 8,49 €
6-Monats-Trend 63,80 € 16,33 € 5,02 € 76,85 € 2,50 € 4,57 €
12-Monats-Trend 75,12 € 9,49 € 3,93 € 87,25 € 2,73 € 2,49 €

Zeitraum Fotolia Shutterstock iStockphoto Panthermedia Shotshop Dreamstime
Sep 08 77,09 € 2,08 € 3,42 € 88,55 €
Okt 08 73,39 € 1,28 € 4,28 € 171,70 €
Nov 08 83,71 € 1,28 € 2,88 € 39,56 € 15,00 €
Dez 08 122,17 € 0,48 € 0,56 € 80,14 €
Jan 09 75,45 € 2,87 € 2,80 € 5,94 €
Feb 09 88,78 € 0,51 € 2,65 € 201,35 €
Mrz 09 67,92 € 0,64 € 0,53 € 31,58 €
Apr 09 92,12 € 6,88 € 3,71 € 132,22 € 15,00 € 0,45 €
Mai 09 41,51 € 9,28 € 1,88 € 76,65 € 1,48 €
Juni 09 58,94 € 15,28 € 6,12 € 42,10 € 13,95 €
Juli 09 59,37 € 27,13 € 3,12 € 37,00 € 4,39 €
Aug 09 62,93 € 38,79 € 14,74 € 141,56 € 7,13 €

Aus den Trends pro Agentur ist ersichtlich, dass besonders über Panthermedia noch sehr schwankende Umsätze zu verzeichnen sind. Umso schlechter ist es, dass der Gesamtumsatz stark von den Verkäufen dieser einen Agentur abhängt. Fotolia weist zwar wieder einen leichten Aufwärtstrend vor, im 3-Monatstrend liegt der Umsatz jedoch 15€ unter dem 12-Monatstrend. Besonders bei Shutterstock lässt sich eine kontinuierliche Steigerung feststellen.


Das Thema Half-Life-Konzept, welches im Rahmen des Kostenmanagements und der Kostenanalyse häufig verwendet wird,[1] ist auch im Bereich der Fotografie eine interessante Kennzahl. Wie im Beitrag zum RPI (Return-Per-Image) angedeutet ist das Wissen um die Halbwertzeit eines Fotos unter anderem zur besseren Produktionsplanung von Bedeutung. Mit dieser Kennzahl eingehend beschäftigt, hat sich beispielsweise auch Tom Grill. 

Im Wesentlichen geht es bei der Halbwertzeit – genau wie bei radioaktiven Teilchen -  um die Zeit, die es braucht bis ein Bild oder eine Kollektion von Bildern sich nur noch halb sooft verkauft, wie zum Zeitpunkt des Launches. 

Um die Halbwertzeit von Fotos zu berechnen, ist eine sehr detaillierte Umsatzanalyse herunter gebrochen auf die eigenen Bilder notwendig. Entsprechende IT-Systeme, die die einzelnen Umsatzzahlen berechnen und nachhalten sind bei einem gewissen Volumen unverzichtbar. 

Mit Hilfe von Halbwertzeiten lässt sich berechnen, wie hoch das monatliche Produktionsvolumen an Bildern – oder um mit Yuri Arcus Worten zu sprechen – das “Maintenance production minimum” oder “MPM” sein muss, um den Umsatz stabil zu halten.[2]

 


[1] Coenenberg, Adolf G. / Fischer, Thomas M. / Günther, Thomas (2007): Kostenrechnung und Kostenanalyse. Landsberg am Lech: Verl. Moderne Industrie

[2] Arcurs, Yuri (2008): Advanced Stock Photography Terminology- for Photographers. Online verfügbar unter http://www.arcurs.com/advanced-stock-photography-termology-for-photographers, zuletzt aktualisiert am 19.09.2008, zuletzt geprüft am 03.08.2009.


Die Berechnung des Return-Per-Image (RPI) ist eine weitere Größe, die für die Analyse des Portfolios genutzt wird und die maßgeblich durch Tom Grill Anwendung gefunden hat.[1] Ziel dieser Kennzahl ist, die Einnahmen pro Bild zu berechnen. Der RPI kann auf Basis von Monats- und Jahresumsätzen berechnet werden. Dabei wird der jeweilige Umsatz ins Verhältnis des eigenen Portfolios gesetzt. (Umsatz / Portfolio = RPI). Um Verwirrungen zu vermeiden, sollte beim RPI immer der Zeitraum angegeben werden – also RPImonth oder RPIyear. Als Währung wird in der Regel der US Dollar verwendet, da viele Bildagenturen ihre Umsätze in Dollar auszahlen.[2]

 Der RPI verrät sehr viel über die Performance der Agenturen untereinander, da das Verhältnis des eigenen Portfolios zum Umsatz mit berücksichtigt wird.

Ein wenig trügerisch am RPI ist, dass Agenturen, bei denen der Fotograf schon lange tätig ist, in der Regel mit diesem Fotografen auch ein großes Portfolio angehäuft haben. Ein größer werdendes Portfolio heißt aber nicht zwangsläufig, dass der Umsatz proportional steigt. Der Umsatz kann ggf. stabil bei einem bestimmten Betrag bleiben. Unabhängig vom RPI ist es daher sinnvoll, die „Lebenszeit“ eines Bildes zu ermitteln.

Zur Verdeutlichung ein kleines Beispiel: Der Fotograf ist seit 36 Monaten bei Agentur A und lädt pro Monat 10 Fotos hoch. Verdient pro Monat 20 US Dollar. Dann ist der RPImonth im ersten Monat bei (20 USD / 10 Bilder) 2 US Dollar. Nach 36 Monaten liegt der RPImonth bei (20 USD / 360 Bilder (36 Monate jeweils 10 Bilder)) 0,06 USD. Der ReturnPerImage spielt somit den ganz normalen ProductLifecycle nicht wieder.

 


[1] Lund, John M. (2009): Interview with Stock Photographer Tom Grill. Online verfügbar unter http://www.articlesbase.com/digital-photography-articles/interview-with-stock-photographer-tom-grill-994549.html, zuletzt aktualisiert am 26.06.2009, zuletzt geprüft am 31.08.2009

[2] Arcurs, Yuri (2008): Advanced Stock Photography Terminology- for Photographers. Online verfügbar unter http://www.arcurs.com/advanced-stock-photography-termology-for-photographers, zuletzt aktualisiert am 19.09.2008, zuletzt geprüft am 03.08.2009.


Mit Hilfe der Sell-Throu-Rate (STR) können erste Einblicke in die Performance des gesamten Portfolios bei einer Agentur gewonnen und so beispielsweise One-Hit-Wonder identifiziert werden. 

Die Sell-Throu-Rate (STR) lässt sich relativ einfach berechnen. Die Anzahl der Bilder mit Umsatz werden durch die Größe des eigenen Portfolios geteilt. (Bilder mit Umsatz / Portfoliogröße = STR) Das Ergebnis ist ein Prozentwert, der aussagt, welcher Anteil des eigenen Portfolios bei der entsprechenden Bildagentur für Bildkäufer von Interesse war und mindestens einmal gekauft wurde. Mit Hilfe dieses Wertes lassen sich zwei Vergleiche anstellen. 

Ein Vergleich der STRs einzelner Bildagenturen untereinander zeigt, bei welchen Agenturen sich die eigenen Motive am Besten verkaufen. Dies ist besonders dann wichtig, wenn man sich noch einmal vor Augen führt, dass jeder Fotograf einen anderen Stil hat, der nicht auf jeder Plattform gleich gut angenommen wird. Jeder Stil findet demnach sicher auch den passenden Vermarkter. Das Sammeln von Erfahrungswerten, hinsichtlich des eigenen Portfolios, ist daher sehr wichtig. Im zweiten Schritt schadet es natürlich absolut nicht, die STRs anderer Fotografen zu vergleichen. Lee Torrens veröffentlicht seine STR zum Beispiel in jedem seiner „Earning Reports“.[1] 

Weitere Hinweise lassen sich aus einer Analyse der eigenen STRs im Verlauf der Zeit ziehen. Es ist relativ schnell ersichtlich, ob die eigenen Aktivitäten und Strategien in die richtige Richtung gehen oder nicht. Stellt man die eigene Strategie von exklusiven auf nicht-exklusiven Verkauf um, so zeigt sich wahrscheinlich, dass die STRs rückläufig sein werden, da Agenturen vorrangig ihre exklusiven Angebote bestmöglich platzieren und damit für häufigere Verkäufe sorgen.


[1] Torrens, Lee (2009): Microstock Earnings Report July 2009. Online verfügbar unter http://www.microstockdiaries.com/microstock-earnings-report-july-2009.html, zuletzt aktualisiert am 01.08.2009, zuletzt geprüft am 03.08.2009.


Wer seine Bilder im Stockmarkt verkauft oder die Absicht hat, stößt relativ schnell auf zwei Grundfragen: 

  1. Über welche Agenturen lassen sich meine Arbeiten am besten verkaufen, wo biete ich sie an?
  2. Stelle ich Bilder bei einer Agentur exklusiv ein oder verkaufe ich dasselbe Motiv noch bei weiteren Agenturen?

Wie zu den meisten Dingen im Leben, so gibt es auch zu diesen Fragestellungen unterschiedliche Positionen. Damit sich jeder ein Bild seiner eigenen Lage machen kann, werden auf diesem Blog Kennzahlen vorgestellt, die zur Analyse des Portfolios hilfreich sein können. 

Wie lässt sich also bewerten, welche Agentur für die eigenen Ansprüche am Besten geeignet ist? Am Ende des Tages zählt natürlich der Umsatz. Je mehr Geld man mit seiner Arbeit über eine bestimmte Plattform einnimmt, desto besser ist es. Ende! 

Dies ist jedoch nur eine Seite der Medaille. Der Umsatz pro Monat verrät zwar einiges über das Ergebnis der Arbeit, aber mit dieser Bewertung bleibt der Fotograf in der Regel an der Spitze des Eisbergs. Sobald der Punkt erreicht ist, an dem es nicht darum geht, zu experimentieren, sondern strategische Entscheidungen zu treffen, fehlen zur Bewertung der Optionen einige Informationen. Ein starker Umsatz bei einer bestimmten Agentur könnte beispielsweise auf ein oder zwei Fotos zurück zu führen sein. Und wer will schon auf Basis eines One-Hit-Wonders eine Entscheidung über sein gesamtes Portfolio treffen? 

Auf der anderen Seite pushen viele Agenturen, allen voran iStockphoto jene Fotografen und Künstler, die ihr Material exklusiv auf dieser oder jener Plattform anbieten. Das Schwierigste an einer ersten Orientierung ist, dass es nicht ausreicht, wenn Yuri Arcurs – einer der Stars der Microstockfotografie – oder andere bereits erfolgreiche Fotografen, für ihr Portfolio bessere Chancen bei Agentur A oder B sehen. Jedes Portfolio ist unterschiedlich und so ist es fast schon zwingend notwendig, dass jeder Fotograf seine eigenen Erfahrungen sammelt und die verschiedenen Agenturen und Geschäftsmodelle ausprobiert. 

In seinem Beitrag “Non-exclusivity has its benefits” zeigt Yuri Arcurs auf, dass für ihn persönlich, der Verkauf der eigenen Bilder bei mehreren Agenturen auf nicht-exclusiver Basis höhere Umsätze erzielt. “If you’ve ever wondered whether the smart money is on being exclusive or not, I have some interesting news. Turns out that the numbers are up up up on non-exclusive agencies, a trend I see continuing.”[1] 

Dies mag aber nicht für alle Fotografen von Vorteil sein. Im Bereich Tutorial werden deshalb verschiedene Kennzahlen vorgestellt, die zur Hilfe genommen werden können.


[1] Arcurs, Yuri (2009): Non-exclusivity has its benefits. Online verfügbar unter http://www.arcurs.com/non-exclusivity-has-its-benefits, zuletzt geprüft am 03.08.2009.


Das digitale Zeitalter hat so seine Tücken. Was vor ein paar Jahren noch klar getrennt war, scheint immer weiter zusammen zu rücken. Damals wie heute wird fotografiert. Entweder als Hobby, im privaten Bereich oder als Beruf. Was sich aber geändert hat, sind die Rahmenbedingungen. Während die Abzüge von Hobby-Fotografen ehemals im kleinen Kreise oder höchstens im Ausstellungsraum der nächstgelegenen Schule zu sehen waren, erobert heute das Bildmaterial der Amateure via Internet die ganze Welt. 

Die Bühne ist, je nach Plattform, unterschiedlich groß, die Möglichkeiten ebenfalls. Jeder Laie, der seine Fotos zum Verkauf anbieten möchte, kann dies mit entsprechendem Zugang auch tun. Der monetäre Erfolg ist dabei nicht automatisch gegeben, theoretisch aber möglich. Microstock-Agenturen verhelfen auch Amateuren dazu mit der Fotografie Geld zu verdienen, ohne den Beruf des Fotografen erlernt zu haben oder ein Studio zu besitzen. Die sich aufweichenden Grenzen zwischen Amateuren und Profis werden heiß diskutiert. 

Dieses Blog beleuchtet die Veränderungen im Reich der Fotografie und ist eine Mischung aus Informationsportal zum Thema Stockfotografie sowie Ideengeber und Kompass im Dschungel der Diskussionen um Amateure und Profis im Bereich der Fotografie. Ratschläge und Beobachtungen werden hier zukünftig genauso zu finden sein wie Zahlen, Daten und Fakten. 

Unser Selbstversuch, der da heißt „In 15 Monaten vom Amateur zum Profi“ bietet – so die Hoffnung – diverse Denkanstöße und Gesprächsstoff. Allen Lesern wünschen wir viel Spaß auf dieser Seite und sind immer dankbar für Anregungen, die uns und damit auch den Nutzern einen Mehrwert bieten oder Licht bringen, wo wir im Dunklen tappen.


Im Monat Juli 2009 konnte mit dem Verkauf von 250 Fotos ein Umsatz von 135,92 Euro erzielt werden. Im Detail sieht die Verteilung auf die unterschiedlichen Agenturen wie folgt aus:

Agenturname Umsatz Verkäufe Portfolio RPI/Monat STR Market Share
1 Fotolia 59,37€ 69 388 0,15€ 17% 0,0061%
2 Panthermedia 37,00€ 2 1158 0,03€ 33% 0,1498%
3 Shutterstock 27,13€ 152 302 0,09€ 51% 0,0039%
4 Dreamstime 4,39€ 11 146 0,03€ 10% 0,0023%
5 iStockphoto 3,12€ 4 66 0,05€ 18% 0,0012%
6 StockXpert 1,60€ 6 196 0,01€ 4% 0,0054%
7 BigStockPhoto 1,60€ 2 172 0,01€ 2% 0,0048%
8 Polylooks 1,29€ 2 169 0,01€ 1% ??
9 123rf.com 0,23€ 1 200 0,00€ 1% 0,0050%
10 CanStockPhoto 0,19€ 1 129 0,00€ 1% 0,0085%

Die umsatzstärkste Agenur war im Juli Fotolia, wobei im Verhältnis zu den Verkäufen die Agentur Panthermedia deutlich besser abschneidet. Durch eine hohe Anzahl an Verkäufen trägt Shutterstock ebenfalls maßgeblich zum Gesamtumsatz bei.

Monat Umsatz Verkäufe
Jul 09 135,92 € 250
Jun 09 138,31 € 164
Mai 09 130,80 € 108
Apr 09 250,38 € 145
Mrz 09 100,67 € 70
Feb 09 293,29 € 79
Jan 09 87,06 € 80
Dez 08 203,35 € 55
Nov 08 142,43 € 77
Okt 08 250,65 € 74
Sep 08 171,14 € 70
Aug 08 212,74 € 68
In den letzten 3 Monaten ist der Umsatz relativ stabil geblieben. Ein Umsatz von durchschnittlich 135,- €. Der Blick auf den 6- und 12 Monatstrend offenbart jedoch einen sinkenden Umsatztrend. Von durchschnittlich 176,40 € sinken die Werte auf die bereits genannten 135,-€ pro Monat.
Fotolia Shutterstock iStockphoto Panthermedia Shotshop Dreamstime
aktueller Monat 59,37 € 27,13 € 3,12 € 37,00 € 4,39 €
3-Monats-Trend 53,27 € 17,23 € 3,71 € 51,92 € 6,61 €
6-Monats-Trend 68,11 € 9,95 € 3,00 € 86,82 € 2,50 € 3,38 €
12-Monats-Trend 74,15 € 5,75 € 3,10 € 88,64 € 2,50 € 1,69 €
Zeitraum Fotolia Shutterstock iStockphoto Panthermedia Shotshop Dreamstime
Aug 08 49,34 € 1,28 € 5,20 € 156,92 €
Sep 08 77,09 € 2,08 € 3,42 € 88,55 €
Okt 08 73,39 € 1,28 € 4,28 € 171,70 €
Nov 08 83,71 € 1,28 € 2,88 € 39,56 € 15,00 €
Dez 08 122,17 € 0,48 € 0,56 € 80,14 €
Jan 09 75,45 € 2,87 € 2,80 € 5,94 €
Feb 09 88,78 € 0,51 € 2,65 € 201,35 €
Mrz 09 67,92 € 0,64 € 0,53 € 31,58 €
Apr 09 92,12 € 6,88 € 3,71 € 132,22 € 15,00 € 0,45 €
Mai 09 41,51 € 9,28 € 1,88 € 76,65 € 1,48 €
Juni 09 58,94 € 15,28 € 6,12 € 42,10 € 13,95 €
Juli 09 59,37 € 27,13 € 3,12 € 37,00 € 4,39 €

Der Blick auf die Trends pro Agentur verrät, warum die Umsätze pro Monat rückläufig sind. Besonders bei Panthermedia und Fotolia scheinen die Umsätze stark rückläufig bzw. weniger stabil zu sein.  Wo Fotolia im 12-Monatstrend noch 74,15€ pro Monat eingebracht hat, sind es im 3 Monats-Trend fast 10,- € weniger. Ein ähnlicher Trend ist bei Panthermedia zu beobachten. Von ursprünglich 88,64€ pro Monat (im 12-Monats-Trend) sind es aktuell gerade einmal 37,-€ – also ein Rückgang um 50%. Kompensiert wird dieser Verlust durch steigende Umsätze bei Shutterstock und Dreamstime – aber eben nicht vollständig.

Eine nähere Analyse – quantitativer und qualitativer Natur – des Portfolios und Vorgehens besonders bei Panthermedia ist daher sinnvoll.




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